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Neuigkeiten
25.07.2008, 16:02 Uhr
Gudrun Pieper auf Sommertour
Rund um Oerbke

Oerbke. „Wir müssen Stück für Stück ein annehmbares Niveau erreichen.“ so der Wunsch von Gemeindevorsteher Andreas Ege. Gemeinsam mit dem CDU-Stadtverbandsvorsitzendem Heinz Homann aus Bad Fallingbostel informierte sich Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper (CDU) über die aktuelle Lage der Dorfentwicklung im gemeindefreien Bezirk Osterheide.

Zwei entscheidende Aspekte müssen hierbei noch geklärt werden: Die Verantwortung des Bundes über die Nutzung der Leerstandsobjekte sowie die Möglichkeiten der Bestandsmieter. Eine Untersuchung der Bausubstanz zeigt den dringenden Handlungsbedarf auf. „Der Bund als Eigentümer versteckt sich hinter der Wirtschaftlichkeit.“ äußert sich Ege enttäuscht. Seben Arjes, Vorsitzender der Einwohnervertretung, fügt hinzu: „ Seit Mitte der 70er Jahre hat der Bund keine Renovierungen mehr durchgeführt. Die Mietobjekte werden immer schlechter, aber die Mieten werden nicht angepasst. Nach einigen Jahren sind diese Gebäude nicht mehr vermietbar.“ „Eine förderungswürdige Nutzung für die leerstehenden Gebäude zu finden steht nun an erster Stelle.“ kommentiert Ege die Zukunftspläne. Es könne z.B. ein „offener Dorftreff“ entstehen.

Das Modell eines langfristigen Pacht- und Mietvertrages, dass einer Art „abwohnen“ entspricht, wird vom Bund abgelehnt. Genauso wie die Übertragung der Verwaltung auf den Bezirk. Für Ege wäre das die ideale Lösung, um eine schnellere Abwicklung aus einer Hand vor Ort zu gewährleisten.“

„Jetzt heißt es kompetente Ansprechpartner und Verbündete zu finden,“ bringt es Gudrun Pieper auf den Punkt. Sie sicherte zu das Thema im Ministerium zur Sprache zu bringen und dann das gemeinsame Gespräch mit der Einwohnervertretung zu suchen.

Bis ein befriedigendes Ergebnis erzielt wird, zeigen viele kleine Projekte, wie das Pflanzen von Obstbäumen oder die Verbesserung der Beschilderung, die intensiven Bemühungen der Anwohner auf ein Stück mehr Lebensqualität.

Der Kontrast zu dem Verfall im gemeindefreien Bezirk liegt nur wenige Meter entfernt im Lager der britischen Garnison. Gudrun Pieper konnte bei einer Rundfahrt durch das Lager bemerkenswerte Eindrücke sammeln. Major Hugh Pierson stellte in einer Präsentation der Standort vor. Auch wenn in den kommenden Jahren einige Standorte in ganz Deutschland geschlossen werden, bleiben die Standorte Bergen, Hohne und Bad Fallingbostel weiterhin erhalten. Alleine in Bad Fallingbostel sind 3500 britische Streitkräfte stationiert. Mit deren Angehörigen beläuft sich die Anzahl auf 5000 Personen. Für den Kurort ist das Lager ein nicht zu verachtender Wirtschaftsfaktor. Schließlich befinden sich 800 der über 1000 Wohnungen außerhalb der Camps. 85 Wohnungen entstehen gerade in Dorfmark.

Von der hohen Qualität der Unterkünfte innerhalb des Lagers konnte sich Pieper bei einer Hausbesichtigung mit Lt Col (Rtd) DJ Denholm, Major Pierson und Colonel Paul Smith überzeugen. Jeder Offizier hat ein Anrecht auf eine vollunterkellerte Wohnung mit vier Schlafzimmern und Badezimmern auf jeder der drei Etagen.

Während sich die durchschnittlich 25 Jahre alten Soldaten im Einsatz im Irak oder Afghanistan befinden, wird versucht den daheim gebliebenen Familien das Leben so angenehm wie möglich zu machen. Im LINC (Leisure Information News Community) gibt es besonders für Neuankömmlinge die Möglichkeit sich über Region, Ausflugsziele und Einrichtungen im Camp zu informieren. Ein Second Hand Shop ist dort ebenso vorhanden wie ein großzügiger Kinderspielbereich. Zweimal pro Woche werden Lebensmittel direkt aus Großbritannien geliefert, die im NAAFI Markt angeboten werden. Via Internet können die Ehefrauen mit ihren Männern sogar in den Einsatzgebieten kommunizieren. Schulen, Sporteinrichtungen, Bars, Restaurants und diverse Freizeitangebote, sowie soziale und psychologische Betreuung runden das Bild ab.

Major Piersons Einladung für einen erneuten Besuch im Lager der britischen Garnison hat Gudrun Pieper gerne angenommen. Dabei wurde ihr eine Panzerfahrt in Aussicht gestellt.