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24.02.2017, 10:54 Uhr
Land muss Ersatzschulfinanzierung neu regeln
Gudrun Pieper besucht Freie Waldorfschule Benefeld
Benefeld. Wie kann man die Finanzierung der Schulen in freier Trägerschaft verbessern? Was ist uns Bildung eigentlich wert? Diese und weitere Fragen standen im Mittelpunkt des Gesprächs der CDU-Landtagsabgeordneten Gudrun Pieper mit Michael Kropp, dem stv. Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen Niedersachsen e.V und Christian Fenton, Geschäftsführer der der Freien Waldorfschule Benefeld.
Gudrun Pieper im Gespräch mit Christian Fenton und Michael Kropp (Mitte)
„Die aktuelle Finanzierungssituation stellt für uns eine hohe Belastung dar“, teilte Christian Fenton gleich zu Beginn mit. „Die Zuschüsse der Landesregierung machen nur knapp über 60% unserer gesamten Erträge aus. Weder Sach- noch Investitionskosten werden hierbei berücksichtigt. Der restliche Anteil muss über das Schulgeld aufgebracht werden.“ Doch Ersatzschulen unterliegen dem Sonderungsverbot. Dieses soll allen Kindern ermöglichen, eine Schule in freier Trägerschaft zu besuchen, ohne eine Sonderung nach den Besitzverhältnissen der Eltern. Aus diesem Grund sind die Schulgelder einkommensabhängig. Einkommensstärkere Familien unterstützen, durch höhere Schulgelder, einkommensschwächere Familien. Leider nehme die Bereitschaft der Eltern diesen sozialen Anteil zu leisten, kontinuierlich ab, berichtet Fenton weiter. „Wir sind eine Schule für alle Begabungen und Schichten. Doch die dauerhafte Unterfinanzierung zwingt die Eltern dazu, Schulbeiträge aufbringen zu müssen, die letztlich ihr Recht auf eine freie Schulwahl einschränken.“ Kropp merkte zudem an, dass Waldorfschulen in Niedersachsen durchschnittlich ca. 500 Euro, pro Schüler und Jahr, weniger erhielten als andere Bundesländer. Dies mache sich auch in den Lehrerstellen bemerkbar. Kropp: „An die Waldorfschule kommen Lehrer aus pädagogischer Überzeugung. Sie nehmen dafür auch ein geringeres Gehalt, als an staatlichen Schulen, in Kauf. Im Zweifelsfall entscheiden sie sich dann aber eher für eine Waldorfschule mit höheren Gehalt außerhalb von Niedersachsen.“ Gudrun Pieper sicherte den Vertretern der Schule zu, das Thema Schulfinanzierung im Landtag weiter voranzutreiben. „Mit einem Einzugsgebiet von Schwarmstedt bis Schneverdingen und von Verden bis Rotenburg ist die Waldorfschule in Benefeld ein wichtiger Bestandteil der Schullandschaft in unserem Heidekreis. Von ihr gehen viele wertvolle Impulse für das Bildungswesen aus. Transparente Finanzierungssysteme und eine verlässliche Planungssicherheit für den Schulhaushaushalt sind daher notwendig, damit Eltern wirklich frei wählen können, welche Schulform die Richtige für ihr Kind ist.“

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